Beta Carotin – das bekannte Provitamin A

Beta-Carotin oder Provitamin A ist ein sekundärer Pflanzenstoff, dem in der Vergangenheit heilende Wirkungen, aber auch schädliche Nebenwirkungen nachgesagt wurden. Schaut man jedoch etwas genauer hin, dann stellt sich Beta-Carotin als sehr wichtiger Inhaltsstoff der täglichen Nahrung dar.

Beta-Carotin, was ist das eigentlich?

Beta-Carotin gehört zu einer Gruppe der sekundären Pflanzenstoffen, den so genannten Carotinoiden. Von über 400 bekannten Carotinoiden dürften aber nur Alpha- und Beta-Carotin und das Lycopin dem einen oder anderen wirklich geläufig sein. Carotine sind pflanzliche Farbstoffe, daher kommen sie vor allem in Früchten und Blättern, aber auch in Wurzeln vor. Beta-Carotin ist eine Vorstufe des Vitamin A, weswegen wir im allgemeinen auch von Provitamin A sprechen.

Beta-Carotin

Da Beta-Carotin in Pflanzen vorkommt, können wie bei allen Carotinen auch Wirkungen nachgewiesen werden. So sind Carotine beispielsweise an der Photosynthese der Pflanzen beteiligt und übernehmen dort die Funktion eines UV-Filters.

Wirkung auf den menschlichen Organismus

Beta-Carotin gehört zu den Antioxidantien. Diese Pflanzenstoffe erschweren oder behindern einen der schädlichsten Prozesse in der Tier- und Pflanzenwelt, die Oxidation. Allseits bekannt dürfte die Oxidation in ihrer schädlichen Wirkung auf Eisen sein. Ähnlich sieht es aus, wenn Lebensmittel offen stehen bleiben.

Dieser Zerstörungsprozess greift auch die menschlichen Zellen an und ist durch die Wirkung der Freien Radikalen an der biologischen Alterung und an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt. Beta-Carotin ist mit anderen Antioxidantien an der Neutralisierung dieser freien Radikalen beteiligt.

Eine weitere wichtige Wirkung von Beta-Carotin ist der Schutz der Haut vor schädlichen Folgereaktionen auf das UV-Licht. Hierbei unterbindet Beta-Carotin verschiedene Reaktionen, bei denen die überschüssige Energie unter der Haut zu Kettenreaktionen organischer Verbindungen führt und durch die freigesetzten Freien Radikale zu immensen Schäden führen kann.

Beta-Carotin ist aber vor allem einer der wichtigsten Immunstimulatoren. So wird durch eine ausreichende Versorgung mit Beta-Carotin vor allem gewährleistet, dass im Ernstfall rechtzeitig B- und T-Lymphozyten und Killerzellen aktiv werden können.

Die antioxidative Wirkung lässt sich vor allem dann erkennen, wenn die ausreichende Versorgung mit Beta-Carotin einen Krankheitsverlauf positiv beeinflusst.

Eine der wichtigsten Wirkungen von Beta-Carotin ist allerdings der UV-Schutz. In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass Beta-Carotin vor Sonnenbrand schützt. Schädliche Prozesse, die zur Zerstörung von Hautzellen führen, werden behindert und teilweise revidiert.

BetaCarotin-banner

Wird der Körper nicht mit ausreichend Beta-Carotin versorgt, so kann sich dass in verschiedenen Mangelerscheinung zeigen. Dazu sind verschiedene Schwächungen der Sinnesorgane bis hin zur Nachtblindheit und negative Auswirkungen auf das Hautbild bekannt.

Beta-Carotin – Quellen

Da Beta-Carotin ein sekundärer Pflanzenstoff ist, lässt sich der Tagesbedarf allein durch die ausreichende Aufnahme von Obst und Gemüse decken. Am Bekanntesten dürfte das Vorkommen in Karotten sein, da der übermäßige Genuss von Karottensaft in der Regel zu einer entsprechenden, ungefährlichen, Färbung der Haut führt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Genuss von gelben oder orangen Früchten oder Gemüsen den Körper mit ausreichend Beta-Carotin versorgt. Hierzu zählen auch Süßkartoffeln und Kürbisse und verschiedene Obstsorten wie Pfirsiche, Birnen und Sanddorn. Beta-Carotin wird aber auch aus vielen dunkelgrünen Gemüsesorten gewonnen, hierzu zählen Spinat, Broccoli und Kresse. Grundsätzlich ist Beta-Carotin aber auch in Tomaten, Spargel oder Pflaumen enthalten.

Als Alternative bietet es sich an, die erwähnten Obst- und Gemüsesorten als Saft zu sich zu nehmen. Aufgrund der Wirkung als Antioxidans und der Eigenschaft eines natürlichen Farbstoffs ist Beta-Carotin aber auch in vielen Lebensmitteln enthalten. So wird es beispielsweise Margarine und anderen Molkereiprodukten, Limonaden und verschiedenen Süßwaren beigemengt.

Beta Carotin ist ein Farbstoff der in vielen Pflanzen der Natur vorkommt. Es gibt neben dem Beta Carotin noch eine Vielzahl weiterer Farbstoffe die zur Carotin Gruppe gehören. Jedenfalls bietet der Beta Stoff viele Vorteile für Pflanzen, zum Beispiel ist er ein Stoff zum Schutz gegen UV-Licht, oder vor Infektionen. Jedoch ist der Stoff nicht nur für Pflanzen vorteilhaft, sondern ebenfalls für Menschen.

Wo können Sie den Stoff finden

Der Stoff lässt sich in fast jeder tief gelben bzw. orangen Frucht finden, sowie in grünlichem Blattgemüse. Das Besonders an dem Stoff ist, dass Sie Ihn in Unmengen essen können ohne das es schädigend auf den Körper wirkt. Denn Beta Carotin wird in Vitamin A umgewandelt und den überschüssigen Farbstoff speichert der Körper ganz einfach.

Ein interessantes Phänomen

Normalerweise wird Carotin vom Körper sehr gut abgebaut, sodass keine sichtlichen Veränderungen bei einer massiven Aufnahmen vom Stoff am Körper entstehen. Jedoch kann es trotzdem zu einer Hautfärbung kommen, wenn Sie eine bestimmte Krankheit besitzen und zu viel von dem Stoff zu sich nehmen. Falls Sie bemerken, dass eine Färbung der Haut zu standen kommt sollten Sie sofort Ihren Arzt kontaktieren, da die Färbung ein Anzeichen für eine schlimmere Erkrankung wie Diabetes sein kann.

Das bekannte Provitamin A